Nexus 4 Testbericht

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Allgemein

Das Nexus 4 ist das vierte Smartphone aus dem Hause Google. Das Nexus 4 ist ein Top ausgestattetes Smartphone zum günstigen Preis. Die Version mit 8GB internem Speicher kostet gerade mal €299. Da es sich um ein Nexus Gerät handelt, läuft darauf natürlich immer die aktuelle Version des Betriebssystems Android. Derzeitige Version ist 4.2 JellyBean. Weiter gehts mit meinem Test in dem ihr noch nähere Informationen findet.

Technische Daten und Anschlüsse

Werfen wir einen Blick auf die technischen Daten sehen wir, dass es sich bei dem Smartphone um kein LowEnd Produkt handelt. Für gerade €299 bekommt man das Nexus 4 mit 8GB internem Speicher und der technischen Ausstattung wie unten beschrieben. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann zur Variante mit 16GB greifen und muss dafür €349 hinblättern.

Display 4,7 Zoll IPS Display (1280×768 Pixel)
CPU Qualcomm Snapdragon S4 Pro (Quadcore CPU)
RAM 2GB
Speicher 8/16GB Flash
Anschlüsse 1 x Kopfhöreranschluss
1 x micro USB/SlimPort HDMI
Wireless WLan 802.11 a/b/g/n
3G GSM/UMTS/HSPA+
Bluetooth (4.0 fähig)
NFC
Wireless Charging
Miracast Wireless Display
Kamera 8 MP Kamera auf Rückseite (inkl. Blitz)
1,3 MP Kamera auf Vorderseite
Sensoren Accelerometer
GPS
Gyroscope
Lichtsensor
E-Kompass
Barometer
Sound Lautsprecher auf Unterseite
Akku 2100 mAh
Gewicht 139g
Maße 68,7 x 133,9 x 9,1 mm (b/h/t)

Diese Ausstattung zu einem solchen Preis ist schon etwas besonderes. Dies führt natürlich zu einer hohen Nachfrage die Google und LG so nicht erwartet haben. Deshalb auch die Lieferengpässe die Weltweit für Aufregung sorgen.

Verarbeitung

Das Nexus 4 macht auf den ersten Blick einen recht ordentlichen Eindruck. Die Vorderseite ist, wie von den Nexus Geräten bekannt, sehr schlicht gehalten. Der Großteil wird von dem 4,7 Zoll IPS Display bedeckt. Auf der rechten oberen Seite findet man noch die 1,3 Megapixel Frontkamera. Links oben sind dann noch die Annährerungs- bzw. Helligkeitssensoren versteckt. Am oberen Rand des Gehäuses verbaut LG noch einen Lautsprecher der meiner Meinung nach etwas zu weit oben platziert wurde. Eingefasst wird die Frontseite von einem dünnen, abgerundeten silbernen Rahmen der die Frontpartie noch ein bisschen aufpeppt.

Hält man das Nexus 4 in der Hand fällt einem auf, dass der linke und rechte Rand des Corning Gorilla Glass 2 leicht abgerundet ist. Dadurch liegt das Smartphone noch etwas besser in der Hand. Auf ein konkaves Display wie bei den Vorgängern verzichtet Google beim Nexus 4. Rund um das Gerät wurde ein matter Plastikrahmen verbaut. Dieser ist nicht so anfällig für Fingerabdrücke und beinhaltet an der Oberseite den Anschluss für das Headset und ein Mikrofon.

Auf der rechten Seite befindet sich nur der Powerbutton. Die Unterseite enthält den MicroUSB/SlimPort Anschluss, ein Mikrofon und zwei Schrauben um das Gerät zu öffnen. Auf der linken Seite ist noch der Lautstärkeregler und der MicroSIM Schacht der, ähnlich wie beim iPhone, mit dem beigelegten Werkzeug oder einer Büroklammer geöffnet wird, verbaut.

Die Rückseite des Nexus 4 kann erstmals nicht geöffnet werden. Somit kann der Akku leider auch nicht einfach ausgetauscht werden. Ein Highlight ist die Rückseite aber allemal, denn diese wird von einer Glasplatte geschützt und bietet einen „Schimmer-Effekt“ der kleine Quadrate anzeigt. Hinter der Glasplatte verbirgt sich die 8Megapixel Kamera, der LED Blitz und rechts unten der Lautsprecher. Komplettiert wird das Design von einem schimmernden Nexus Schriftzug. Doch genug der Erklärungen, hier findet ihr ein paar Bilder vom Nexus 4:

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Display

Das 4,7 Zoll große WXGA IPS Display ist ein echter Hingucker. Es wird von einem Corning Gorilla Glass der Version 2 geschützt und löst mit 1280×768 Pixel auf, was eine Pixeldichte von 320ppi ergibt. Die Blickwinkel sind sehr gut, wenngleich ich bei meinem Gerät einen leichten Gelbstich festellen konnte wenn man von der linken Seite darauf blickt. Auch die Helligkeit ist ganz ordentlich wodurch ein Einsatz im Freien kein Problem darstellt. Das geht jedoch zu Lasten des doch recht schwachen Akkus und verkürzt die Betriebsdauer des Nexus 4 erheblich. Es handelt sich also wirklich um ein gutes Display das jedoch auch recht hungrig nach Strom ist.

Kameras

Das Nexus 4 enthält zwei Kameras. Eine 1,3 Megapixel Kamera auf der Frontseite des Displays und eine 8 Megapixel Kamera auf der Rückseite. Die Frontkamera hat eine gute Qualität und liefert ordentliche Bilder bei Videochats. Die Qualität wird bei den Videochats meist aufgrund der Verbindungsgeschwindigkeit angepasst.

Die Kamera auf der Rückseite kann Bilder mit einer Auflösung bis zu 3264×2448 Pixel machen und Videos mit bis zu 1080P aufnehmen. Unterwegs kann man mit den Nexus 4 bestimmt den einen oder anderen Schnappschuss machen und muss nicht immer die Digitalkamera dabei haben. Seht selbst wie die Bilder und Video aussehen (ja, ich bin noch immer kein Fotograf :-)).

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Performance

Die Performance des Nexus 4 ist recht ordentlich. Die Snapdragon S4 Pro Quadcore CPU bietet ordentlich viel Power wodurch alles flüssig läuft. Auch das surfen im Web bereitet keine Probleme und macht richtig Spaß. Wer gerne Filme unterwegs abspielt sollte hier auch keine Probleme bekommen. Youtube Videos in FullHD Auflösung stellen absolut kein Problem dar. Durch die 2GB RAM lassen sich auch mehrere Applikationen gleichzeitig ausführen ohne dass die Performance des Systems darunter leidet.

Bei Games zeigt die Quadcore CPU ihre volle Power. Spiele wie DeadTrigger können ohne Probleme in voller Qualität gespielt werden. Durch die kurzen Ladezeiten machen die Spiele gleich nochmals mehr Spaß. Will man zum Beispiel unterwegs kurz eine Runde TempleRun 2 spielen, ist das Game in Sekunden einsatzbereit.

Vergleicht man das Nexus 4 mit seinem Vorgänger, dem Galaxy Nexus, merkt man den Performance Schub deutlich. Es macht einfach Freude das Nexus 4 zu verwenden.

Akku

Jetzt kommen wir zum wohl schlechtesten Punkt des Nexus 4, der Akku. Dieser hat, wie bereits mehrmals erwähnt, eine Leistung von 2100mAh. Diese Kapazität sollte normal auch für den täglichen Gebrauch ausreichen, jedoch nicht mit dieser technischen Ausstattung. Die Quadcore CPU und vor allem das Display brauchen einfach genügend Strom um ihre Leistung richtig entfalten zu können. Auch bei Android 4.2.1 müssen noch einige Optimierungen vorgenommen werden, da gerade die Systemdienste und Exchange-Konten einiges vom Akku abzweigen. Bleibt zu hoffen dass Google hier mit dem nächsten Update nochmals ordentlich nachbessert.

Wer sich ein Nexus 4 kauft sollte damit rechnen, dass das Gerät mindestens jeden Tag aufgeladen werden muss. Im Test ist mir aufgefallen, dass mein Nexus 4 seine volle Akkukapazität erst nach etwa einer Woche erreicht hat.

Fazit

Abschließend kann ich das Nexus 4 jedem empfehlen der ein ordentliches Android Smartphone sucht. Die Stock-Android Oberfläche ist wunderschöne designt und bietet extrem viele Möglichkeiten. Da es sich hier um ein Nexus Gerät handelt sei natürlich auch noch auf die immer aktuelle Software hingewiesen. Man bekommt innerhalb weniger Tage immer die aktuellste Version aus dem Hause Google.

Das Gerät selbst ist sehr gut verarbeitet und stellt mit seiner Rückseite einen richtigen Blickfang dar. Um aber länger Freude am Nexus 4 zu haben, sollte man sich auch gleich den offiziellen Nexus 4 Bumper oder eine andere Schutzhülle kaufen. Dadurch ist es vor Kratzern und Stößen immer gut geschützt.

One more thing

Um dem Titel des Beitrags „Nexus 4 – Wolf im Schafspelz“ gerecht zu werden, jetzt noch die Punkte, die das Nexus 4 von anderen Android Smartphones unterscheidet.

Miracast Wireless Display

Gehört ihr zu den Personen die ihr Smartphone oder Tablet bereits mehr als einen PC oder Notebook benützt? Dann könnte Miracast interessant für euch sein. Doch was genau ist Miracast?

Auf Wikipedia wird es wie folgt erklärt „Miracast ist ein Peer-to-Peer-Funk-Screencast-Standard, der von der Wi-Fi Alliance definiert wurde„. Kurz gesagt, euer Smartphone oder Tablet per WLAN mit dem TV verbinden. Nichts neues, werdet ihr jetzt sagen. Apple hat ja bereits AirPlay über das man sein iPad mit dem AppleTV verbinden kann.  Der feine Unterschied ist aber, dass Miracast „offen“ ist und so von den Herstellern leicht eingesetzt werden kann. AirPlay hingegen benötigt eine Lizenz von Apple. Beide Techniken setzen auch ein Empfangsgerät voraus. Bei Apple bietet sich beispielsweise das AppleTV an. Für Miracast gibt es unterschiedliche Empfänger wie den Netgear Push2TV der auch Intel WirelessDisplay unterstützt.

Ich werde jetzt nicht auf technische Details eingehen aber seht selbst, was euch Miracast für Möglichkeiten eröffnet.

Quelle: droid-lifeWikipedia

SlimPort HDMI

Als Alternative zur Übertragung des Bildschirminhaltes per Funk, bietet das Nexus 4 auch einen besonderen HDMI Port. Üblicherweise bieten Android Geräte die Möglichkeit, das Smartphone oder Tablet per HDMI Kabel an einen TV anzuschließen. Dies funktioniert über den MicroUSB Anschluss, der aufgrund der Belegung der Pins Daten per MHL (Mobile High-Definition Link) übertragen kann.

Die verfügbaren MHL Adapter und Kabel funktionieren aber am Nexus 4 nicht. Hier wird ein spezieller SlimPort Adapter benötigt, der zwar die gleiche Funktionalität wie ein MHL Adapter bringt, dafür aber nicht mit Strom aus einer externen Quelle versorgt werden muss. Um es einfach zu sagen, bei MHL braucht ihr den MHL-Adapter, ein HDMI Kabel zwischen Adapter und TV und ein Netzteil um den Adapter bzw. das Smartphone mit Strom zu versorgen. Für SlimPort ist diese Stromversorgung nicht zwingend nötig. Dadurch könnt ihr zB euer Nexus 4 für eine Präsentation per HDMI an einen Beamer hängen oder die Schnappschüsse vom letzten Umtrunk mit den Freunden am Fernseher anzeigen.

Anders als bei MHL, bietet SlimPort auch die Übertragung über DVI bzw. DisplayPort an. Dazu müssen aber erst die passenden Adapter hergestellt werden. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt euch das Video von Techhive.

Qi Wireless Charging

Mit dem Nexus 4 verbaut Google erstmals keine Pogo Pins mehr an seinem Smartphone. Über diese Pins ist es möglich, sein Gadget bequem über zB eine Dockingstation zu laden, ohne es per MicroUSB verbinden zu müssen. Nähere Informationen habe ich bereits mal in einem eigenen Artikel geschrieben.

Als Alternative zu den PogoPins bietet das Nexus 4 die Möglichkeit, den Akku drahtlos zu laden. Das funktioniert in diesem Fall über eine eigene Ladestation, auf die das Nexus 4 einfach drauf gelegt wird und der Akku geladen wird. Verwendet wird dabei die Qi Wireless Charging Technology.

Derzeit gibt es dafür schon Adapter von unterschiedlichen Herstellern. Hier ist aber Vorsicht geboten, da nicht jede das Nexus 4 laden kann. Am Besten man liest sich die jeweiligen Bewertungen zum Produkt bzw. wartet auf die offizielle Station die den Namen Orb trägt. Wie das in der Praxis aussieht zeigt euch TheVerge.

Nexus Orb

Quelle: TheVerge

Eine Antwort zu Nexus 4 Testbericht

  1. Pingback: Sammelbestellung ;) – Nexus 4 – der Wolf im Schafspelz? Mein Testbericht

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