Samsung Series 5 Chromebook Testbericht

Samsung Series 5 Chromebook

Samsung Series 5 Chromebook

Da Google jetzt ja weitere Chromebooks von Samsung und Acer vorgestellt hat, hier mein Testbericht zur Vorgänger-Version. Das Samsung Chromebook der Serie 5 ist im Vergleich zur aktuellen Version mit einem Prozessor aus dem Hause Intel ausgestattet. Er basiert also wie bisher üblich auf der x86 Architektur. Das aktuellste Chromebook von Samsung setzt auf einen Exynos 5 Prozessor der auf der von Smartphones und Tablets bekannten ARM Architektur basiert.

Allgemein

Das Chromebook der Serie 5 ist in zwei unterschiedlichen Versionen erhätlich. Neben einer reinen WLAN Version die ich hier im Test habe, gibt es auch noch eine Version mit einem integrierten 3g Modem. Dieser nimmt SIM-Karten im Standardformat auf und bietet 3G Geschwindigkeit. Achtung – die Öffnung wo normal die SIM-Karte eingesteckt wird ist auch bei der WLAN Version vorhanden. Das eigentlich Modul ist aber natürlich nicht verbaut.

Technische Daten

CPU Intel Celeron 867, 1.3 GHz
RAM 4GB DDR3
HDD 16 GB SSD
Grafik Intel HD Grafik (integriert)
WLAN 802.11 a/b/g/n
Display 12.1” LED WXGA, 1280 x 800, 300nit
Akku 4 Zellen/Li-Po, 6800 mAh, 51 Wh

Gerät

Beim ersten Blick auf das Gerät fällt einem gleich die Farbe auf. Schönes Silber mit einem Samsung Schriftzug und dem für diese Geräte obligatorischen Chrome Logo. Diese Logo ist im Lieferumfang auch als Sticker enthalten was schon etwas an ein Apple Produkt erinnert🙂 Das Chromebook macht nicht nur optisch einen guten Eindruck sondern ist solide und gut verarbeitet. Diese Qualität erwartet man sich aber auch wenn man den doch recht hohen Preis für ein solches Produkt bedenkt. Beim Blick rund um das Gerät findet man auf der rechten Seite des Geräts einen SD-Karten-Reader welcher Karten im SD, SDHC, SDXC und MMC Format aufnehmen kann. Der SD-Karten Slot ist im Vergleich zum Vorgänger mit einer Abdeckung geschützt die beim Einführen der Karte nach innen klappt. Bei den beiden weiteren Ports handelt es sich um einen Standard USB 2.0 Port und ein Kensington Lock. Auf der Rückseite ist wie bereits erwähnt der SIM-Kartenslot zu finden welcher mit einer Klappe verschlossen ist. Dreht man das Gerät auf die Linke Seite findet man den Anschluss für die Stromversorgung welche den fix verbauten Akku lädt. Weiters verbaut Samsung hier auch noch einen Ethernet Port der aufgrund der Größe des Gerätes über eine Plastikkappe “vergrößert” werden muss um ein normales Netzwerkkabel aufnehmen zu können. Bei dem nächsten Port handelt es sich um einen Display Port der den Inhalt des Chromebooks auf externe Monitore übertragen soll. Als nächstes ist noch ein zweiter USB 2.0 Port und ein kombinierter Audioport (Ein-/Ausgang) verbaut. An der Vorderseite sind keine Ports mehr zu finden. Hier war beim Vorgängermodell noch der SD-Karten Reader zu finden. Öffnet man das Chromebook bemerkt man gleich dass sich das Gerät automatisch startet und das Chrome OS hochgefahren wird. Der Startvorgang wird innerhalb von wenigen Sekunden ausgeführt, dazu aber später mehr. Auf dem silberfarbigen Gerät verbaut Samsung eine schöne Chiclet Tastatur mit schwarzen Tasten. Am oberen Rand der Tastatur finden sich nicht die üblichen F-Tasten sondern speziell auf Chrome OS angepasste Tasten. Mit diesen lässt sich im Browsert navigieren, der Vollbildmodus aktivieren, zwischen den Browserfenstern wechseln sowie die Helligkeit und Lautstärke des Chromebooks regeln. Die leider einzige beleuchtete Taste ist die Powertaste die man am rechten oberen Rand findet. Mit Ausnahme der fehlenden Capslock Taste entspricht das Layout sonst einer normalen handelsüblichen Tastatur. Diese Taste wurde durch eine Suchtaste ersetzt mit der sich die Suchfunktion in Chrome OS aktivieren lässt. Wenn man sich an diese Taste erst einmal gewöhnt hat, macht das Arbeiten in Chrome OS gleich doppelt so viel Spaß. Das wirklich übergroße Multi-Touch Clickpad lässt sich einwandfrei bedienen und kann auch zum Auf- und Abscrollen mit zwei Findern bedient werden. Weitere Multitouch Gesten konnte ich leider nur in einer ältern Chrome OS Version verwenden.

Performance

Eines der Verkaufsargumente von Google ist die Geschwindigkeit beim Startvorgang des Chromebooks. Dieser ist in der Tat sehr schnell und lässt sich am einfachsten mit folgenden Videos darstellen. Unterschieden wird hier zwischen einem kompletten Start des Chromebooks und einem Aufwachen aus dem Standby-Modus.

Aufwachen aus Standby
Start des Chromebooks

Display

Als Display verbaut Samsung wie von seinen Notebooks gewohnt ein sehr gutes Display. Dieses hat eine Größe von 12,1 Zoll und löst mit einer Auflösung von 1280 mal 800 Pixel auf. Die Besonderheit daran ist die Helligkeit. Hier gibt Samsung einen Wert von 300 nit an. Dreht man das Display auf volle Helligkeit merkt man gleich das Samsung hier nichts falsches verspricht. Das ermöglicht einem somit auch einen einfacheren Einsatz im Freien, verringert aber die ohnehin nicht wirklich gute Akkulaufzeit erheblich. Im normalen Einsatz in einem Büro reicht es aber wenn das Chromebook mit einer Displayhelligkeit von ca. 50 % betrieben wird. Das leert den Akku nicht zu schnell und bietet genügend Helligkeit um ungehindert arbeiten zu können. Am oberen Rand des Display findet man links neben der Kamera einen Helligkeitssensor der für meinen Geschmack nicht zu den Besten seiner Klasse gehört. Arbeitet man zum Beispiel am Abend und der Schatten des Kopfes bedeckt den Sensor, verändert dieser die Displayhelligkeit gleich merklich. Laut ersten Testberichten soll Samsung das aber bei den neuen Chromebooks verbessert haben. Die über dem Display verbaute Kamera löst mit einerm Auflösung von 1 Megapixel auf und kann für Hangouts oder andere Videochats verwendet werden. Das Mikrofon befindet sich über der Tastatur. Natürlich kann auch ein Mikrofon bzw. Headset über den kombinieren Audioanschluß verwendet werden.

Akku

Startet man das Chromebook mit einem voll geladenem Akku wird eine Betriebszeit von ca. 7 Stunden angezeigt. Wird das Chromebook mit aktiven WLAN und einer Displayhelligkeit von ca. 50 Prozent betrieben stimmt diese Laufzeit auch ziemlich genau. In dieser Zeit sind im Schnitt immer zwischen 3 und 5 Tabs geöffnet, ein Dokument über Google Docs wird bearbeitet und Zwischendurch das eine oder andere Youtube Video angesehen.

Chrome OS

Die größte Eigenheit der Chromebooks ist das verwendete Betriebssystem. Hier kommt ein von Google angepasstes Linux Betriebssystem zum Einsatz, welches nur den Google Chrome Browser zur Verfügung stellt. Seit der Version 20 integriert Google auch eine Art Desktop Umgebung die den Namen Aura trägt. Diese bietet neben einer von anderen Betriebssystemen bekannten Taskleiste auch eine Art App-Menü. Weitere Funktionen oder die Möglichkeit Programme zu installieren sucht man jedoch vergeblich. Chrome OS bietet einem also nicht die gewohnten Funktionen wie andere Betriebssysteme was aber auch nicht verweunderlich ist da es sich ja um ein Cloud-Device handelt. Sogar der Filemanager mit dem man die Daten auf der integrierten 16 GB SSD verwalten kann wird in einem Browserfenster angezeigt. Die paar Einstellungen wie zB Mauszeigerbeschleunigung die man am Chromebook ändern kann finden sich, wie sollte es anders sein, im Einstellungsmenü des Browsers.

Vorteile

Wer sich ein Chromebook kauft muss sich im Prinzip um nichts mehr kümmern. Ausgepackt und gestartet, braucht man sich nur mehr mit seinem Google Account anzumelden und es ist alles Betriebsbereit. Zusätzliche Lizenzkosten entfallen also. Da Chrome OS auf Linux basiert ist man auch ohne zusätzlichem Virenschutz immer sicher im WWW unterwegs. Die kurze Startzeit und die geringe Größe machen das Chromebook zu einem täglichen begleiter durch den Tag. Es kann vielleicht nicht mit einem Ultrabook mithalten, ist aber auch um einiges günstiger.

Nachteile

Neben der eingeschränkten Speicherkapazität von 16GB und dem sensiblen Helligkeitsensor finde ich keine Punkte die ich am Gerät selbst bemängeln könnte. Seitens Chrome OS bin ich jedoch bei der einen oder anderen Chrome App aus dem Webstore auf Probleme gestoßen. Diese setzen teilweise als Betriebssystem zB Windows voraus und können dann einfach nicht verwendet werden. Dies kommt meist bei Spielen vor die eine 3D-Grafik bieten.

Zusammenfassung

Summa summarum ist Chrome OS und somit ein Chromebook nur für jene interessant die ihre meiste Zeit im Browser verbringen. Wenn du also zu den Leuten gehörst die Ihren PC starten und anschließend nur in den Sozialen Netzwerken unterwegs sind, vielleicht mal ein Youtube Video ansehen, eine Mail schreiben und ein bisschen im Web surfen dann ist das genau das richtige Gerät für dich. Die Cloudangebote von Google sind meiner Meinung nach erst in der ersten Phase und bieten jetzt schon einen riesigen Funktionsumfang. Hier kann man nur auf Google Drive, Google Docs und Gmail verweisen. Schraubt Google noch etwas am Preis dieser Geräte und erweitert seine Clouddienste dann kann ich mir vorstellen dass uns in Zukunft mehr Chrome Geräte in freier Wildbahn begegnen werden. Gerade die bevorstehnden Nexus Chrome Geräte werden hier meiner Meinung nach ordentlich pushen. Ich persönlich verwende das Chromebook mittlerweile als Hauptgerät und würde es so schnell nicht mehr hergeben. Ein Wechsel auf einen Windows PC oder einen Mac ist nur selten nötig. Ach ja, der gesamte Testbericht wurde auf dem Chromebook geschrieben. Kostete ca. 20 Prozent Akku🙂

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